Die Elektrik gehört in vielen Bremer Altbauten zu den unsichtbaren Risiken. Sie liegt versteckt hinter Putz und Tapete, funktioniert oft jahrzehntelang scheinbar problemlos und fällt erst auf, wenn sie nicht mehr mitspielt oder schlimmer noch, wenn ein Schaden entsteht. Wer einen Altbau kauft oder eine Bestandsimmobilie modernisieren will, sollte deshalb sehr genau hinschauen, in welchem Zustand die Elektroinstallation ist.
In diesem Artikel erklären wir aus unserer Praxis als Fachbetrieb in Bremen, wann eine Erneuerung der Elektrik im Altbau wirklich notwendig wird, an welchen Warnzeichen Sie das erkennen und worauf bei Planung und Umsetzung zu achten ist. Wir konzentrieren uns auf das Praktische und das Sicherheitsrelevante. Wer mehr zum Gesamtablauf einer Modernisierung wissen will, findet weitere Informationen in unserem Artikel zur Altbausanierung in Bremen.
Warum die Elektrik im Altbau ein Sicherheitsthema ist
Elektroinstallationen halten zwar lange, aber nicht ewig
Schäden bleiben oft unsichtbar bis zum kritischen Moment
Normen haben sich in 50 Jahren stark verändert
Versicherungen verlangen bei Neuabschluss oft Nachweise
Eine Elektroinstallation aus den 1950er, 1960er oder 1970er Jahren ist nach heutigem Standard nicht mehr sicher. Die Materialien (Kabel mit Stoff- oder Gummi-Isolierung), die Sicherungstechnik (klassische Schmelzsicherungen) und die Schutzkonzepte (kein FI-Schalter, keine Schutzleiter) entsprechen schlicht nicht mehr dem, was heute Standard ist. Gerade bei einem 60er-Jahre-Haus ist die Erneuerung der Elektrik einer der wichtigsten Bausteine einer soliden Modernisierung.
Das heißt nicht, dass jede alte Installation sofort gefährlich ist. Aber das Risiko liegt höher als bei einer modernen Anlage, und im Fall eines Schadens kann es teuer werden. Versicherungen prüfen den Zustand der Elektrik immer häufiger und schließen bei veralteten Anlagen Schäden manchmal aus.
Typische Warnzeichen für eine veraltete Elektrik

Wenn Sie nicht wissen, in welchem Zustand Ihre Elektroinstallation ist, achten Sie auf die folgenden Anzeichen. Schon ein einzelnes Punkt sollte Anlass für eine Prüfung durch einen Elektriker sein:
- Schraubsicherungen statt Sicherungsautomaten: Wenn Sie noch klassische Schraubsicherungen mit Porzellanfassung haben, ist die Anlage in der Regel mindestens 40 Jahre alt.
- Kein FI-Schalter (RCD): Eine moderne Anlage muss zumindest für Steckdosenstromkreise einen Fehlerstrom-Schutzschalter haben. Fehlt der ganz, ist die Anlage veraltet.
- Wenige Steckdosen pro Raum: 1 bis 2 Steckdosen pro Raum sind ein klares Anzeichen für Vorkriegs- oder Nachkriegsinstallationen.
- Aufputz-Leitungen: Sichtbare Kabel an Wänden, oft in alten Stoffumantelungen, sind sowohl optisch als auch sicherheitstechnisch ein Thema.
- Flächen ohne Schutzleiter (PE): Steckdosen mit nur zwei Steckkontakten und ohne Erdungskontakt sind nicht mehr zeitgemäß.
- Verschmorte Stecker oder Schalter: Schwarze Verfärbungen, Brandgeruch oder warm werdende Steckdosen sind klare Alarmzeichen.
- Häufiges Auslösen der Sicherung: Wenn beim Einschalten eines Wasserkochers oder einer Mikrowelle die Sicherung fällt, ist der Stromkreis überlastet oder fehlerhaft.
- Flackernde Lichter: Lichter, die ohne erkennbaren Grund flackern, können auf lose Klemmen oder veraltete Verteilungen hinweisen.
- Aluminium-Leitungen: In manchen Bauten der 1960er und 1970er Jahre wurden Aluminiumkabel verlegt, die heute als problematisch gelten.
- Klingelgeräusch im Verteilerkasten: Ein leises Brummen oder Knistern im Sicherungskasten ist nie normal.
Praxishinweis aus Bremen
- In vielen Bremer Altbauten finden wir Mischinstallationen: Manche Stromkreise wurden in den 1990er Jahren erneuert, andere stammen noch aus den 1960er Jahren. Solche Mischanlagen sind besonders schwer zu beurteilen.
- Eine Bestandsaufnahme durch einen Elektriker dauert in der Regel 1 bis 2 Stunden und gibt Ihnen Klarheit, ob Sie sofort handeln müssen oder ob die Erneuerung in eine spätere Sanierungsphase gehört.
Wann muss die Elektrik wirklich erneuert werden?
Nicht jede Altbau-Elektrik muss sofort komplett ersetzt werden. Wir unterscheiden in der Praxis drei Stufen:
| Stufe | Zustand | Empfehlung |
|---|---|---|
| Stufe 1: Akuter Handlungsbedarf | Schraubsicherungen, kein FI, sichtbare Schäden, Brandspuren | Erneuerung umgehend |
| Stufe 2: Modernisierungsbedarf | Funktioniert noch, aber zu wenig Steckdosen, alte Materialien, kein FI im Bad | Erneuerung in den nächsten Jahren |
| Stufe 3: Akzeptabler Zustand | FI vorhanden, ausreichend Steckdosen, Anlage aus den 90ern oder später | Erweiterung bei Bedarf |
In den meisten Bremer Altbauwohnungen, die wir besichtigen, treffen wir Stufe 1 oder Stufe 2 an. Wenn ohnehin eine Sanierung ansteht, ist die komplette Erneuerung praktisch immer der richtige Weg. Punktuelle Reparaturen an einer alten Installation sind kurzfristig denkbar, aber selten wirtschaftlich.
Was bedeutet eine vollständige Elektroerneuerung?

Die komplette Erneuerung einer Elektroinstallation umfasst weit mehr als nur den Tausch des Sicherungskastens. Folgende Arbeiten gehören in der Regel dazu:
- Neuer Zählerschrank und Hausanschluss: Bei sehr alten Installationen wird auch der Anschlusspunkt vom Versorger erneuert.
- Neue Verteilung: Ein moderner Verteilerkasten mit FI-Schaltern, Sicherungsautomaten und Reserve für spätere Erweiterungen.
- Neue Stromkreise: Aufteilung in viele kleinere Stromkreise (Küche, Bad, Schlafzimmer separat). Das verhindert Überlastung.
- Schlitzen der Wände: Mit speziellen Mauerfr\u00e4sen werden Schlitze für Leerrohre und Kabel hergestellt.
- Neue Leerrohre und Kabel: Moderne NYM-Kabel werden in Schlitzen oder Leerrohren verlegt.
- Schalter und Steckdosen: Alle Schalter und Steckdosen werden erneuert, oft mit deutlich mehr Punkten als vorher.
- Licht- und Bewegungsmelder: Wo gewünscht, werden zusätzliche Funktionen integriert.
- Datennetz: Heute fast immer mit Netzwerkkabeln (CAT 7) für Internet und Smart Home.
- Erdung und Potentialausgleich: Prüfung und Anpassung der Erdung des Hauses.
- Mess- und Prüfprotokoll: Nach dem Einbau wird die ganze Anlage geprüft und dokumentiert.
Realistische Kosten für eine Elektroerneuerung im Altbau
Die Kosten hängen vom Umfang ab. Eine grobe Orientierung für Bremen und Umgebung:
| Umfang | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Tausch der Verteilung (Sicherungskasten) allein | 600 bis 1.500 Euro |
| Teilerneuerung einer Wohnung (z. B. nur Küche oder Bad) | 1.500 bis 4.500 Euro |
| Komplette Wohnung erneuern (60 bis 80 m²) | 7.500 bis 15.000 Euro |
| Komplette Wohnung erneuern (80 bis 120 m²) | 11.000 bis 20.000 Euro |
| Einfamilienhaus komplett erneuern | 14.000 bis 28.000 Euro |
Hinweis zur Preisorientierung
- Die Preise sind realistische Orientierungswerte und beziehen sich auf eine vollständige Erneuerung im Bestand inklusive Schlitzen, Leitungen, Schalter, Steckdosen und Verteilung.
- Schmutz- und Putzarbeiten nach dem Einbau (Verschließen der Schlitze, Spachteln, Streichen) sind in diesen Preisen meist nicht enthalten.
- Bei einer Sanierung aus einer Hand werden Folgegewerke direkt mitgeplant und koordiniert.
Was beeinflusst die Kosten?
1. Anzahl der Steckdosen und Schalter
Mehr Strompunkte bedeuten mehr Material und Arbeitszeit. Wer von 1 Steckdose pro Raum auf 6 bis 8 modernisiert, hat einen spürbaren Mehraufwand.
2. Zustand der Wände
Massive Mauerwände lassen sich gut schlitzen. Bei Wänden aus bestimmten Materialien (Holz, Fachwerk, Trockenbau) ist die Verlegung aufwendiger oder es muss komplett umgeplant werden.
3. Einbau bei laufendem Betrieb
Wenn die Wohnung bewohnt bleibt, dauern die Arbeiten länger. Strom muss regelmäßig kurz abgeschaltet werden, bestimmte Räume sind abwechselnd nicht nutzbar. Bei einer leeren Wohnung geht alles zügiger.
4. Smart-Home-Anforderungen
Wer eine moderne Smart-Home-Steuerung einbauen lassen möchte, zahlt deutlich mehr. Bus-Systeme wie KNX kosten wesentlich mehr als klassische Verkabelung.
5. Erdung und Potentialausgleich
In sehr alten Häusern ist die Erdung oft nicht oder nur unzureichend vorhanden. Eine nachträgliche Erdung kann zusätzliche Arbeit am Hausanschluss erfordern.
6. Zusätzliche Datennetze
Wenn neben Strom auch Netzwerkkabel verlegt werden sollen, kommen Material- und Arbeitskosten hinzu. Das ist heute aber praktisch immer empfehlenswert, weil eine Nachrüstung später teuer wird.
Die neue Verteilung: Das Herzstück einer modernen Elektrik

Die moderne Verteilung ist das Herz der gesamten Anlage. Hier laufen alle Stromkreise zusammen, hier sitzen die Schutzeinrichtungen und hier ist die Sicherheit der Anlage entscheidend. Eine neue Verteilung im Altbau enthält typischerweise:
- FI-Schalter (RCD): Schaltet bei Fehlerströmen ab und schützt vor tödlichen Stromschlägen. Pflicht in allen feuchten Räumen.
- Sicherungsautomaten (LS-Schalter): Ersetzen die alten Schraubsicherungen und schalten bei Überlast oder Kurzschluss ab.
- Überspannungsschutz: Schützt empfindliche Geräte vor Spannungsspitzen, etwa bei Blitzeinschlag in der Nachbarschaft.
- Hauptschalter: Ermöglicht das Abschalten der ganzen Anlage für Wartung oder Notfall.
- Beschriftung: Jeder Stromkreis ist klar und dauerhaft beschriftet, sodass spätere Arbeiten möglich sind.
- Reserveplatz: Für spätere Erweiterungen sollten 20 bis 30 Prozent der Verteilung frei bleiben.
Wie viel Strom braucht ein moderner Haushalt?
Eine wichtige Frage in der Planung: Wie viele Stromkreise und Steckdosen sind sinnvoll? Hier eine praxisnahe Empfehlung pro Raum:
| Raum | Empfohlene Anzahl Steckdosen | Stromkreise |
|---|---|---|
| Wohnzimmer | 10 bis 14 | 1 bis 2 separate Kreise |
| Schlafzimmer | 6 bis 10 | 1 Kreis |
| Kinderzimmer | 6 bis 8 | 1 Kreis |
| Küche | 10 bis 14 | 3 bis 4 Kreise (Herd separat) |
| Bad | 3 bis 5 (FI-geschützt) | 1 Kreis mit FI 30 mA |
| Flur | 2 bis 4 | Mit Beleuchtung |
| Arbeitszimmer / Homeoffice | 8 bis 12 | 1 Kreis plus Datennetz |
| Hauswirtschaftsraum | 4 bis 6 | Separater Kreis für Waschmaschine |
Diese Anzahl klingt nach viel, ist im Alltag aber realistisch. Wer einmal abzählt, wie viele Geräte dauerhaft an der Wand hängen (Lampen, TV, Router, Ladekabel, Lautsprecher, Drucker, Küchengeräte), kommt schnell auf eine zweistellige Zahl pro Raum. Lieber von Anfang an genügend Steckdosen einplanen, als später mit Mehrfachsteckern improvisieren.
Warnzeichen, die sofort handeln verlangen

Brandgeruch in der Wand oder am Verteiler
Brandgeruch ist immer ein Notfall. Nichts mehr anschalten, Strom über die Hauptsicherung abschalten und sofort einen Elektriker rufen. Hier kann es im schlimmsten Fall um Stunden gehen, bevor ein Brand entsteht.
Stromschlag bei Geräteberührung
Wenn Sie beim Anfassen eines Geräts oder einer Steckdose ein Kribbeln oder einen leichten Schlag verspüren, hat die Anlage einen Fehlerstrom. Das ist nicht nur unangenehm, sondern lebensgefährlich. Sofort einen Elektriker hinzuziehen.
FI-Schalter fällt regelmäßig
Wenn der FI ständig auslöst, hat die Anlage einen Fehlerstrom. Das ist genau die Funktion des FI, schützt aber nur, wenn die Ursache gefunden und behoben wird. Nicht einfach durch Überbrücken oder Tauschen ignorieren.
Heiser Verteilerkasten
Wenn der Sicherungskasten warm ist, ohne dass Strom fließt, ist das nicht normal. Es kann auf einen Kurzschluss oder eine lose Klemme hinweisen.
Wasser an Elektroinstallationen
Wassereinbruch in einen Verteiler oder eine Steckdose ist akut gefährlich. Strom abschalten, trocknen lassen, vor der Inbetriebnahme prüfen lassen.
Elektrik im Sanierungsablauf: Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Die Elektrik wird in einer Sanierung in einer ganz bestimmten Phase erneuert: nach der Entkernung und vor dem Verputzen oder Verkleiden. Sie ist Teil der sogenannten Rohinstallation und wird gleichzeitig mit Sanitär und Heizung verlegt. Mehr zur richtigen Reihenfolge finden Sie in unserem Artikel zur Reihenfolge bei einer Haussanierung.
Wichtig: Sobald die Wand wieder zu ist (Putz, Trockenbau), wird jede Änderung an der Elektrik aufwendig und teuer. Deshalb sollten Sie in der Planungsphase besonders sorgfältig überlegen, welche Steckdosen und Schalter Sie wo brauchen.
Praxistipp: Mit Kreppband planen
- Bevor der Elektriker mit der Verlegung beginnt, kleben wir gemeinsam mit dem Eigentümer Kreppband-Markierungen an die Wand: Hier eine Steckdose, dort der Schalter, hier das Datennetz.
- So sehen Sie schon vorher, wo alles sitzen wird, und können ohne spätere Reparaturkosten umplanen.
Typische Fehler bei der Elektroerneuerung im Altbau
Zu wenige Steckdosen geplant
Die häufigste Beschwerde nach einer Sanierung. Zu wenig Steckdosen führen zu Verlängerungskabeln, Mehrfachsteckern und einem unsauberen Wohnbild. Lieber 30 Prozent mehr planen als gedacht.
Datennetz vergessen
Wer nur an Strom denkt und keine Netzwerkkabel verlegt, ärgert sich später. WLAN ist praktisch, aber langsamer und störanfälliger als ein verkabeltes Netz. Heute praktisch immer mitplanen.
Schalterposition ungünstig
Lichtschalter, die hinter einer Tür oder einem Schrank verschwinden, sind im Alltag nutzlos. Vor der Verlegung im Detail durchgehen, wo Möbel und Türen später stehen werden.
Smart Home zu spät entschieden
Wer nach der Sanierung plötzlich Smart Home will, hat ein Problem. KNX und vergleichbare Systeme brauchen vorher verlegte Bus-Kabel. Spätere Nachrüstung mit Funkkomponenten ist möglich, aber meistens schlechter.
Ohne Elektrokonzept gestartet
Manche Sanierer beginnen einfach mit dem Verlegen, ohne klares Konzept. Das führt zu suboptimalen Lösungen. Vor dem Start ein Plan auf Papier oder digital, wo alles sitzen soll, ist eine gute Investition.
Prüfung und Dokumentation
Eine fachgerecht ausgeführte Elektroerneuerung endet nicht mit dem Anschluss der letzten Steckdose. Folgende Punkte gehören dazu:
- Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600: Pflicht nach jeder Errichtung oder Änderung einer elektrischen Anlage.
- Mess- und Prüfprotokoll: Sie erhalten ein Dokument, in dem alle Prüfwerte (Schleifenwiderstand, FI-Test, Isolationswiderstand) eingetragen sind.
- Stromlaufplan: Eine Übersicht, welcher Stromkreis welchen Bereich versorgt.
- Anlagenbuch: Für größere Anlagen ist ein Anlagenbuch sinnvoll, das alle Prüfungen und Änderungen dokumentiert.
- Versicherungsnachweis: Mit dieser Dokumentation können Sie Ihrer Versicherung nachweisen, dass die Anlage den Normen entspricht.
Fördermöglichkeiten
Für die reine Elektroerneuerung gibt es nur eingeschränkte Förderprogramme. Im Rahmen einer umfassenden energetischen Sanierung können Teilkosten über KfW oder BAFA gefördert werden, etwa wenn die Elektrik für eine Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage oder eine Ladestation aufgerüstet wird. Auch eine steuerliche Absetzbarkeit ist im Rahmen energetischer Sanierungen möglich. Wir empfehlen die Absprache mit einem Energieberater, weil sich die Förderprogramme regelmäßig ändern.
Häufig gestellte Fragen zu Elektrik im Altbau erneuern
Wann muss die Elektrik im Altbau erneuert werden?
Spätestens dann, wenn keine FI-Schalter vorhanden sind, noch klassische Schraubsicherungen verbaut sind oder sichtbare Schäden wie verschmorte Steckdosen vorhanden sind. Auch im Rahmen einer größeren Sanierung lohnt sich die Erneuerung praktisch immer.
Was kostet die Erneuerung der Elektrik in einer Altbauwohnung?
Für eine 60 bis 80 m² Wohnung liegen die Kosten bei etwa 7.500 bis 15.000 Euro. Für eine 80 bis 120 m² Wohnung 11.000 bis 20.000 Euro. Für ein Einfamilienhaus 14.000 bis 28.000 Euro. Die Spanne hängt von Anzahl Steckdosen, Wandzustand und Ausstattung ab.
Wie lange dauert die Elektroerneuerung?
Für eine 80 m² Wohnung sollten Sie etwa 5 bis 10 Werktage einplanen. Bei bewohnten Wohnungen kann es länger dauern, weil zwischendurch immer wieder Räume freigeschaltet werden müssen. In leeren Wohnungen geht es zügiger.
Kann man die Elektrik nur teilweise erneuern?
Ja, etwa nur Bad und Küche oder nur den Sicherungskasten. Das ist sinnvoll, wenn das Budget begrenzt ist oder bestimmte Bereiche besonders kritisch sind. Langfristig ist eine vollständige Erneuerung jedoch meist die wirtschaftlichere Lösung.
Brauche ich einen FI-Schalter im Altbau?
Ja. Für alle Steckdosenkreise und insbesondere im Bad ist ein Fehlerstrom-Schutzschalter mit 30 mA Pflicht. Eine Anlage ohne FI ist nicht mehr normgerecht und gefährlich.
Was passiert mit den alten Tapeten und Wänden?
Für die Verlegung neuer Kabel müssen Wände geschlitzt werden. Tapeten und Putz im Schlitzbereich werden zerstört und müssen anschließend neu gemacht werden. In der Regel gehen Elektroerneuerung und Putz-/Malerarbeiten Hand in Hand.
Sollte ich gleich Smart Home mitplanen?
Wenn Sie die Elektrik ohnehin komplett erneuern, ist das der ideale Zeitpunkt. Spätere Nachrüstung ist nur mit Funkkomponenten möglich oder erfordert erneutes Schlitzen der Wände. Mindestens Leerrohre für spätere Verkabelung mitlegen ist eine kluge Entscheidung.
